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Romfahrt 2015

 

Pizza, Pasta, Pizza Navona!

Einige von uns verschlug es vom 12 Oktober 2015 bis zum 17 Oktober 2015 in die Hauptstadt Italiens, der Wiege der abendländischen Kultur und Zentrum der Christenheit, nicht nur um die Stadt zu endecken und ausgereiften Bildungsurlaub erleben zu können sondern auch um bekannte wohltätige Organisationen und Freunde des Don Bosco Clubs besuchen zu können. Aber dazu später mehr!
Venit vedit vicit! Wir kamen, sahen und siegten!

Wir kamen:
Und dass nicht nur als CAJ Schäl Sick, sondern mit der Jugendorganisation Area51 aus Buchforst und Senioren aus der Pfarrgemeinde Clemens-Mauritius. Unterschiedlicher hätte unsere Truppe nicht sein können, der Altersunterschied, zwischen 13 und 75 Jahren brachte uns bei so manchen gemeinsamen Abendessen eine neue Sicht auf die Dinge. Die Senioren haben uns lebendige Geschichte vermittelt. Sie berichteten als Zeitzeugen zum Beispiel vom Alltag im Krieg- und Nachkriegsdeutschland. Mit den Erzählungen vermittelten sie uns auch ein Stück unserer Kultur. Wie entwickelte sich das Schulsystem, wie entstanden nach und nach unsere kulturellen Einrichtungen. Nachdem wir in Köln ins Flugzeug stiegen, landeten wir sicher in Rom und fuhren mit Bus und Bahn zum Sternehotel Ars, in dem wir Unterkunft erhielten.

Wir sahen:
Ohja, Goethe hatte mit seinen Worten aus "Italianische Reise" Recht : "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunklen Laub die Goldorangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Kennst du es wohl? Dahin!"
Genau dort waren wir. In den Päpstlichen Gärten mit Zitronen und Oliven bäume, welche schon lange vor unserer Zeit standen. Während in der Eifel tatsächlich Schneeflocken fielen, hatte wir bis auf wenige Ausnahmen mit einem warmen Schauerregen angenehme Temperaturen. Nach der Führung durch den Garten, besichtigten wir vatikanischen Museen. Statuen, Gemälde, Fresken von bekannten Künstlern wie Michelangelo. Die Ausstellung ist unfassbar groß und es ist unmöglich zu sagen, was einem am besten gefiel, da uns alles beeindruckte (Es ist unvorstellbar wie alt all die Dinge sind!). Die Steine aus dem aniken Rom, aus dem beispielsweise das Kolosseum erbaut wurde, sind über 2000 Jahre erhalten gelieben. Leider waren die Spanische Treppe und der Trevibrunnen für uns nicht zugänglich, da sie wegen Restaurierungsarbeiten abgesperrt waren. Doch die Sixtinische Kapelle, der Petersdom, die weltweit ersten Katakomben und die Aussicht von der Engelsburg werden nicht in Vergessenheit geraten. Ein absolutes Highlight war, dass der Papst die CAJ in seiner Audienz erwähnt hat. Neben einem gemeinsamen Programm, teilten wir uns auch in verschiedene Kleingruppen auf, in denen wir: In einer Gelateria Eis schleckten, Rom mit Segways erkundeten, shoppten und uns dabei den großen Schichtenunterschied der Bevölkerung zwischen Arm und Reich vor Augen führen mussten - An einer Ecke die teuersten Cafes und an der Anderen arme Bettler - oder den Kulturweg noch weiter gingen und uns zahreiche Kirchen anschauten, über die uns Hatto, unser Pfarrer, wie ein Romreiseführer durchführte und uns einen Exkurs in die Vergangenheit gab.

Wir siegten:
Zugegeben, wir siegten nicht nach den römischen Vorstellungen, aber wir bezwangen die Mauern zwischen uns und anderen. Wir waren nicht nur offen für die interessanten Eindrücke die Rom uns bot sondern auch für neue italienische Bekanntschaften. Wir lernten eine Jugendorganisation, die Menschen in Not helfen, kennen. Sie wurden, dank ihre guten Taten, persönlich vom Papst in ihrer kleinen Kirche besucht und ihnen wurde sogar fast der Nobelpreis verliehen. Nachdem sie uns mithilfe eines Dolmetschers ihre Geschichte und Erlebnisse erzählten, luden sie uns zu selbstgemachter Pasta ein, die wir alle gemeinsam genüßlich verspeisten. Zum Abschluss lernten wir unsere Don Bosco Club - Gefährten kennen. Bei uns ist der Don Bosco Club in Köln Mülheim vorwiegend ein Jugendtreff und wird ab und an zum Beispiel für Konzerte umfunktioniert. Der italienische Don Bosco Club ist eher ein Ort an dem Bildung vermittelt wird, Vereinssport betrieben wird, Kinder ein Zuhause finden und in unserem Falle: Freundschaften geschlossen werden. Nachdem wir uns so gut es ging auf italienisch vorstellten, wurde viel gelacht, genascht und tiefgehende Gespräche über die Unterschiede des deutschen und italienischen Bildungssystems und spätere Arbeitsmöglichkeiten geführt. Aber wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich gehen. Also verabschiedet wir uns schweren Herzens, fuhren mit der Bahn ins Hotel und mussten auch schon unsere Koffen packen. Am nächsten morgen sollte es früh und besonders pünklich losgehen, da wir uns nämlich den Luxuswunsch erfüllt haben, einen Bus zu bestellen, der uns direkt zum Flughafen fährt. Denn das Temperament der Italiener und den damit verbundenen Trubel, bekam man bersonders in Bus und Bahn zu spüren und das konnte ganz schön anstrengend sein. Nach diesen spannenden, erlebnissreichen zwei Wochen hatte die Reise ein Ende. Um es mit Goethes Worten zu sagen: "Schön ist das Land! doch ach! [...]das ich mit Schmerzen verließ."

- Artikel von Helena Neukam

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